Im Rahmen des INTERREG-Projektes Sala Cultura CZonA veranstalteten die Stadtgemeinde Waidhofen und der Zukunftsraum Thayaland im Herbst 2025 eine beeindruckende Vortragsreihe zur jüdischen Kultur im österreichisch-tschechischen Grenzraum. Österreichische und tschechische Expertinnen und Experten gaben dabei spannende Einblicke in Geschichte, Tradition und Gegenwart jüdischen Lebens – alle tschechischen Beiträge wurden simultan übersetzt.

Die vier Abende lockten zahlreiches Publikum an und boten einen facettenreichen Zugang zu jüdischer Kultur:

24. September – Schloss Waidhofen/Thaya
Mgr. Milena Veselá eröffnete die Reihe mit einem eindrucksvollen Vortrag über den „Jüdischen Lebensweg“. Sie erläuterte traditionelle Übergangsriten von der Geburt bis zum Lebensende und führte sensibel durch die kulturellen Kontexte einer Glaubensgemeinschaft, die in Europa während der Schoa beinahe ausgelöscht wurde. Präsentation aufgrund von Bildrechten nicht veröffentlicht.

 

 

 

21. Oktober – Schloss Waidhofen/Thaya
Prof. Dr. Friedrich Polleroß widmete sich der Geschichte der jüdischen Bevölkerung im Waldviertel. Mit zahlreichen Beispielen und historischen Spuren zeigte er eindrucksvoll, wie prägend jüdisches Leben für die Region gewesen ist. Präsentation aufgrund von Bildrechten nicht veröffentlicht.

 

 

 

20. November – Schloss Waidhofen/Thaya
Mgr. Jana Lochmanová und Prof. PhDr. Michal Stehlík, PhD boten einen tiefen Einblick in die jüdische Gemeinde Südwestmährens. Ihr zweisprachig präsentierter Vortrag beleuchtete historische Entwicklungen ebenso wie kulturgeschichtliche Besonderheiten. Präsentation aufgrund von Bildrechten nicht veröffentlicht.

03. Dezember – Kulturschlössl Waidhofen
Die Journalistin Mella Waldstein schloss die Reihe mit einem spannenden Überblick über die jüdische Baukultur in der Grenzregion ab und zeigte architektonische Zeugnisse, die auch heute noch vom reichen kulturellen Erbe zeugen. Präsentation online HIER zum Download.

Die Veranstaltungsreihe stieß auf großes Interesse und verlief organisatorisch wie inhaltlich äußerst erfolgreich. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Vortragenden sowie dem engagierten Publikum, das diese besondere Reise durch die jüdische Kultur ermöglicht hat.