Neophyten im Thayaland
NEMO – Neophyten Monitoring
Eine Initiative zum Umgang mit invasiven Neophyten im Thayaland.
Invasive Neophyten sind nicht nur eine Herausforderung in Großstädten, auch im ländlichen Raum ist diese Problematik bereits angekommen. Es handelt sich dabei um nicht heimische Arten, die sich ohne Konkurrenz ausbreiten können und damit heimische Lebensräume bedrohen. Mit einem guten Management und bewusstseinsbildenden Maßnahmen kann jedoch gehandelt werden!
Was sind invasive Neophyten?
Neophyten sind auch nur Pflanzen. Nur bezeichnet man damit jene, die über den Menschen in eine Region eingeführt wurden und nicht natürlich vorkommen. Das macht sie aber nicht automatisch zu einer Gefährdung unserer Natur – sehr viele Arten in unserer Umgebung sind ursprünglich nicht heimisch, gliedern sich aber problemlos in unsere Ökosysteme ein. Die Faustregel besagt jedoch, dass eine von 1000 eingebrachten Arten bei uns ideale Wachstumsbedingungen vorfindet und sich ohne Konkurrenz verbreiten kann – man spricht dann von einem invasiven Neophyten. Und genau hier setzt dieses Projekt an!
Projekt NEMO – Neophyten Monitoring
Mit der Initiative NEMO werden in der Region erste Schritte gesetzt, um der Problematik der Neophyten entgegenzutreten.
Dabei geht es in erster Linie darum, einen ersten Überblick über die Lage zu bekommen. Es wird also eine Plattform geschaffen, wo alle Funde an Neophyten gemeldet werden können. Damit können wir sehen, welche Gemeinden von den verschiedenen Arten besonders betroffen sind. Über das Neophyten Telefon können Bürger*innen ab sofort Fundstellen melden, um diese in einer gemeinsamen Datenbank zu erfassen und zu beobachten. Einfach den QR-Code scannen und uns ein Foto mit Standort des Fundes schicken! Alle Meldungen werden in einer Karte aufbereitet und auf der Homepage zur Einsicht zur Verfügung gestellt.
Der Begriff „Monitoring“ bezieht sich dabei vorerst auf das Beobachten und Erfassen der aktuellen Lage. Erst in weiterer Folge sollen daraus Empfehlungen für Maßnahmen abgeleitet werden.
Welche Arten gibt es bei uns?
Hier sind einige invasive Arten zusammengefasst,
die bei uns am häufigsten vorkommen.
Aber nicht nur diese Arten kommen bei uns vor: auch das Traubenkraut (auch Ambrosia oder Ragweed genannt), der Riesenbärenklau oder die kanadische Goldrute beginnen sich mehr und mehr auszubreiten.
Sollten Sie Hilfe bei der Bestimmung von Pflanzen brauchen, empfehlen wir die Verwendung von Pflanzenbestimmungsapps (z.B. Flora incognita)
Was kann ich tun?
Bewusstes Handeln ist essenziell – manche Maßnahmen mögen gut gemeint sein, können allerdings genau das Gegenteil bewirken und die unkontrollierte Verbreitung der Neophyten nur noch weiter fördern.
Neophyten im Garten?
Wenn invasive Neophyten in ihrem Garten aufkeimen, können diese über die Biotonne entsorgt werden. Der Gemeindeverband für Abfallwirtschaft (GVA) sammelt die Pflanzenreste und verarbeitet sie weiter zu Kompost. Bevor Sie allerdings Maßnahmen ergreifen, sollten Sie sich über die Art der Pflanze und die empfohlenen Maßnahmen informieren, da einige davon giftig sind bzw. zu allergischen Reaktionen führen können. Infos zu allen in Niederösterreich vorkommenden Neophyten gibt’s hier:
Neophyten in der Natur entdeckt?
Wenn sie einen Neophyten in unserer Region entdecken, können Sie den Fund über das Neophyten Telefon melden, damit er in die Monitoring-Maßnahme miteinfließen kann. Einfach den QR-Code scannen und ein Foto der Pflanze und den Standort teilen.
Helfen Sie uns mit Ihrer Meldung, um die Neophyten in unserer Region zu beobachten und in weiterer Folge konkrete Maßnahmen setzen zu können!
Sie wollen wissen welche Neophyten in freier Wildbahn bei uns vorkommen? Dann werfen Sie einen Blick in folgende Broschüre: